Boa constrictor longicauda
Familie : Boidae (Riesenschlangen)
Deutscher Name : Langschwanzboa / Tumbesboa
Nahrung : Vögel und Kleinsäuger
Größe : bis 280 cm, Männchen mit 200 bis 250 cm etwas kleiner
Alter : bis 40 Jahre
Verbreitungsgebiet: Provinz Tumbes, Nordperu
Die Boa c. longicauda zählt zu den Imperatoren, ist aber als eigenständige Unterart anerkannt. Von dieser Unterart gibt es noch sehr wenig zu berichten, da sie erst 1991 von Robert Price und Paul Rossobeschrieben wurde und ist somit wohl die jüngste Entdeckung unter den Boa constrictor Unterarten. Ihr Vorkommen erstreckt sich, nach heutigem Wissensstand, auf die Provinz Tumbes in Peru. Eventuell reicht das Verbreitungsgebiet auch noch bis in den Süden Ecuadors hinein.
Dabei handelt es sich um ein kleines Küstenregenwaldgebiet, dass nach Norden, Osten und Süden durch die Anden von anderen Gebieten mit Boa-Vorkommen abgetrennt ist. Die Langschwanzboa lebt bevorzugt im Regenwald sowie in Mangrovensümpfen mit feucht-warmem Klima.
Die Langschwanzboa gehört zu den prächtigsten Boas überhaupt.
Die Grundfärbung ist gelb bis ockerfarben mit graublauen bis schwarzen, sehr breiten Sattelflecken. Der Kopf ist heller gefärbt, bei einigen Exemplaren sogar weiß, mit schwarzer Zeichnung.
Auffälligste Merkmal ist die Zeichnung am Kopf.
Auf der Oberseite mittig verläuft eine dicke, dunkelgraue bis schwarze, speerspitzenförmige Linie, teilweise mit Ausläufern zu den Augen.
Die markante Kopfzeichnung entwickelt sich erst mit zunehmendem Alter, als Neugeborene sehen sie noch sehr unscheinbar aus und die Kopfzeichnung ist noch nicht klar ersichtlich.
Die Zeichnung der meisten Longicaudas ist ebenso dunkel wie die Kopfzeichnung, auch die Schwanzflecken sind schwarz und meist gelblich bis weiss umrandet. Den Namen "Boa constrictor longicauda" bekamen sie, weil man zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung meinte, ihre Schwänze und Hemipenis seien länger als bei anderen Boa constrictor. Das wurde mittlerweile aber widerlegt.
Da die Temperatur in Tumbes etwas höher ist und die Wälder nicht überall so feucht sind wie im Amazonas Tiefland, fühlen sich die meisten Longicaudas bei etwas wärmeren Temperaturen von durchschnittlich 29°C wohl und benötigen auch keine so hohe Luftfeuchtigkeit wie Boas aus dem Amazonas-Becken.

