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Boa constrictor

Verbreitungsgebiet

Es wird von den Tiere eine Fläche von ca. 10,5 Mio Quadratkilometer bewohnt, von Trinidad und Tobago, Ecuador und Venezuela im Norden über Kolumbien, Surinam, Guyana bis nach Peru und Süb-Brasilien im Süden. Also die gesamte Nordhälfte von Südamerika bis zu den Anden

Beschreibung

Die eher unter ihrem lateinischen Namen (Boa constrictor) bekannt gewordene Schlange hat einen deutlich vom Körper abgesetzten, dreieckigen Kopf. Die Färbung variiert sehr stark und ist abhängig von der Unterart und der geografischen Verbreitung des Tieres. Die Boa constrictor unterscheidet sich von den meisten anderen Schlangen dadurch, dass ihr zwei Lungenflügel zum Atmen zur Verfügung stehen. Ein weiteres interessantes Detail im Erscheinungsbild der Abgottschlange sind zwei wenige Millimeter bis zu einem halben Zentimeter großen klauenartigen Gebilde links und rechts neben der Kloake (Geschlechtsteil), die so genannten Aftersporne.

Terrarium

Aufgrund ihrer Grösse, die eine ausgewachsene Abgottschlange erreicht benötigt sie ein dementsprechendes Terrarium. Als mindest Grösse für ein Terrarium, für eine Abgottschlange die 1,50m überschreitet, gilt folgende Formel um die Länge,Tiefe und Höhe des Terrariums zu ermitteln: 0,75 x 0,5 x 0,75 (jeweils mutipliziert mit der Gesammtkörperlänge des Tieres).Stabile Klettermöglichkeiten ausssreichend Versteckmöglichkeiten sollten im Terrarium vorhanden sein. Als Verstecke eignen sich besonders gut halbmondförmige Baumrinden. Eine große Wasserschale muss vorhanden sein und der tägliche wechsel mit frischem Wasser spricht für sich selbst. Um ausreichend Beleuchtung und Wärme ins Terrarium zu bekommen sollte eine Leuchtstoffröhre sowie ein bis zwei Wärmespotstrahler installiert werden.Tagsüber sollten die Temperaturen bei 27-30°C liegen (örtlich auch etwas höher) und nachts auf ca. 23-25°C absinken.Die Beleuchtungszeit liegt bei 12-14 Stunden täglich.Die Luftfeuchtigkeit sollte 60-70% betragen.
Die Boa constrictor gilt zwar als relativ robust, aber dauerhaft viel zu trockene oder viel zu feuchte Haltung kann dennoch zu Hautproblemen oder Infektionen der Atemwege führen.

Bei allen Schlangen, die eine erhöhte Luftfeuchtigkeit benötigen, raten wir vom Einsatz einer Bodenheizung wie z. B. Heizkabel oder einer Heizmatte unbedingt ab. Die Schlangen legen sich gerne direkt darauf und trocknen dann aus. Die Folge sind meist akute Häutungsschwierigkeiten, selbst wenn die Luftfeuchtigkeit in den übrigen Bereichen des Terrariums optimal ist. Als Heizquelle eignet sich daher am besten ein Keramikheizstrahler, welcher von einem Schutzgitter umgeben sein sollte, damit die Tiere nicht zu nah an die Heizquelle herankommen und sich ggf. schwerwiegende Verbrennungen zuziehen. Lokale Strahlungswärme und sichtbares Licht erzeugt ein automatisch über eine Zeitschaltuhr gesteuerter Wärmespot. Vor allem trächtige Weibchen legen sich gerne darunter und drehen ihre ungeborenen Jungtiere zur besseren Entwicklung Richtung Wärmestrahl. Außerdem ist die Verwendung eines Temperaturreglers mit Fühler (z. B. ThermoControl Pro) zu empfehlen. Dieser misst permanent die Temperatur im Terrarium und schaltet die Heizquelle je nach Bedarf ein bzw. aus.

lt die Boa constrictor longicauda als relativ robust, dauerhaft viel zu trockene oder viel zu feuchte Haltung kann aber dennoch zu Hautproblemen oder Infektionen der Atemwege führen.

Beleuchtung

Boa constrictor benötigt eigentlich kein künstliches UV-Licht. Allerdings kommen beim Einsatz einer Leuchtstoffröhre mit einem der Sonne ähnlichen Strahlungsspektrum die Farben der Tiere sehr viel besser zur Geltung. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass UV-Licht viele Keime und Bakterien im Terrarium abtötet. Als Grundbeleuchtung für das Terrarium eignen sich daher Leuchtstoffröhren mit UV-Anteil. Die UV-Ausbeute lässt bei Röhren allerdings mit der Zeit nach so dass diese jedes halbe Jahr ausgetauscht werden sollten.

Im Sommer liegt die Beleuchtungsdauer bei 12 bis 14 Stunden, im Winter kann man auf 10 Stunden reduzieren.

Häutung

Um eine optimale Häutung zu gewährleisten, bedarf es einer guten Gesundheit der Schlange, und einer hohen ( ca. 60% - 70% ) Luftfeuchtigkeit. Nimmt man die Haut der Schlange, und misst sie, so kann bei Abzug von etwa 20% die Länge des Tieres ermittelt werden.